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Long COVID und ME/CFS im Koalitionsvertrag

Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS und Long COVID Deutschland haben sich gemeinsam erfolgreich dafür eingesetzt, Long COVID und ME/CFS in den Koalitionsvertrag zu bringen. Dafür haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, kurz-, mittel- und langfristige Ziele ausgearbeitet, persönliche Gespräche mit Mitgliedern der Koalitionsfraktionen geführt und eine gemeinsame Stellungnahme vorgelegt, die gezielte Forderungen und Maßnahmen zu Aufklärung, Versorgung und Forschung darlegt. Basierend auf der Stellungnahme wurde ein Teil unserer Forderungen in den Koalitionsvertrag vom 24. November 2021 aufgenommen.

Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS und Long COVID Deutschland werden sich weiter gemeinsam für die Umsetzung konkreter Maßnahmen durch die Deutsche Bundesregierung einsetzen. Unsere bisherigen Forderungen lauten:

1. Eine Aufklärungskampagne zu Long COVID und ME/CFS durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

2. Fortbildungen für Ärzt*innen und Therapeut*innen durch fachliche Expert*innen wie Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen und Prof. Dr. Uta Behrends u. a.

3. Aufnahme der Krankheitsbilder in den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM), an dem sich die Curricula der Universitäten ausrichten.

4. Aufbau eines Kompetenznetzwerks ME/CFS und Long COVID nach dem Vorbild des bestehenden Versorgungsnetzwerks für Multiple Sklerose und unter Berücksichtigung der Expertise der zwei bestehenden ME/CFS-Ambulanzen – das Charité Fatigue Centrum an der Charité Berlin und das MRI Chronische Fatigue Centrum an der Kinderpoliklinik der Technischen Universität München.

5. Einrichtung einer Chronikerpauschale und die Aufnahme von ME/CFS in das Disease-Management-Programm.

6. Aufnahme von ME/CFS und Long COVID in den Katalog des § 116b SGB V und in das Programm der Ambulanten spezialfacha?rztlichen Versorgung (ASV).

7. Eine gemeinsame Erforschung der Krankheitsbilder Long COVID und ME/CFS aufgrund zentraler pathologischer Überschneidungen; aufbauend auf bisherigen Erkenntnissen aus der klinischen Forschung.

8. Zentrale Koordinierung relevanter Vorhaben zur Therapieentwicklung, beispielsweise über die vom BMBF geförderten Netzwerke – das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und das Nationale Pandemie Kohorten Netz (NAPKON).

LCD bedankt sich bei der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS für die produktive und solidarische Zusammenarbeit und den Politiker*innen, die sich für die Belange von Menschen mit Long COVID und ME/CFS einsetzen.

Pressemitteilung

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