Long COVID Deutschland

Die Informationsseite zu Long COVID.

Aktuelles

22. Juli 2021

Sachsen: Long-COVID: Freistaat fördert Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Leipzig

Der Freistaat Sachsen unterstützt jetzt mit gut einer halben Million Euro ein bis zum Jahresende 2021 laufendes Forschungsvorhaben der Universitätsmedizin Leipzig, bei dem 300 Probandinnen und Probanden mit einer überstandenen SARS-CoV-2-Infektion epidemiologisch untersucht werden. Hierfür arbeiten die neu eingerichtete Post-COVID-Hochschulambulanz am Universitätsklinikum Leipzig und die Erwachsenenambulanz des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen LIFE eng zusammen. Alle Daten werden in einer eigenen LIFE-COVID-Datenbank gesammelt und von dem Team wissenschaftlich ausgewertet. Mit den gewonnenen Daten soll die Voraussetzung für die Entwicklung von Verfahren geschaffen werden, mit denen Post-COVID-Komplikationen therapiert werden können oder ihnen im besten Fall vorgebeugt werden kann.


15. Juli 2021

Leitlinien: S1-Leitlinie: Post-COVID/Long-COVID

Die S-1 Leitlinie zu Long COVID wurde erstellt durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Zusammenarbeit mit weiteren Fachgesellschaften. Aufgeführt werden generelle Informationen, infektiologische/immunologische Aspekte, Diagnostikempfehlungen, psychische Aspekte, Rehabilitation, allgemeinmedizinische Aspekte, Fatigue und weitere Krankheitsbereiche. Die Leitlinie beinhaltet u.a. einen Hinweis zu individuell angemessenem Energiemanagement (Pacing) als eine wirksame Therapieoption bei Fatigue und einhergehender Symptomverschlechterung nach körperlicher Beanspruchung (PEM), eines der häufigsten Long COVID Beschwerden.


5. Juli 2021

Thüringen: Gesundheitspolitischer Talk auf Twitter: Long COVID und ME/CFS – wie weiter?

Robert-Martin Montag (FDP, MdL) im Gespräch mit Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen (Charité Universitätsmedizin Berlin), Prof. Dr. Rembert Koczulla (Universität Marburg), Prof. Dr. Uta Behrends (Technische Universität München) und Dr. Christian Korbanka (IKK classic).

Antrag im Thüringer Landtag:
„Erforschung von Long-COVID priorisieren: Klinische Daten erheben, Langzeitfolgen analysieren, wirksame Therapien entwickeln und in Regelversorgung implementieren“


25. Juni 2021

Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Patientinnen und Patienten: Persönliches Gespräch zwischen Long COVID Deutschland und Prof. Dr. Claudia Schmidtke zu den zentralen Forderungen aus der Petition JETZT – Hilfe bei Long COVID!

Pressemitteilung


24. Juni 2021

Deutscher Bundestag: Anhörung im Parlamentarischen Begleitgremium COVID-19-Pandemie vom 24. Juni 2021 zu Langzeitwirkungen und gesundheitliche Risiken einer COVID-19-Erkrankung (Long-COVID)

Video und Long COVID Deutschland Stellungnahme


22. Juni 2021

Bayern: Land stärkt Forschung zum Post-COVID-Syndrom mit fünf Millionen Euro durch Förderung innovativer multidisziplinärer Versorgungskonzepte für Long-COVID-Patienten

Mit Fortschreiten der Corona-Pandemie zeigt sich, dass immer mehr Erkrankte unter Spät- und Langzeitfolgen von COVID-19-Erkrankungen leiden. Die Staatsregierung startet deshalb eine Förderinitiative für die Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom und stellt hierfür fünf Millionen Euro bereit. Gegenstand der Förderung sollen insbesondere innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte für Long-COVIDPatienten sein. Neben einer Verbesserung der wissenschaftlichen Datenbasis liegt der Fokus auf einer möglichen Übertragung in die Regelversorgung. Antragsteller können beispielsweise Einrichtungen der medizinischen Versorgung, aber auch Verbünde und Forschungsnetzwerke sein.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bietet eine Übersichtsseite mit weiterführenden Informationen für Betroffene und Interessierte: Post-Covid-Syndrom


16. Juni 2021

Gesundheitsministerkonferenz: Deutsche Bundesregierung beabsichtigt Entwicklung eines Aktionsplans für Long COVID

Man sehe mittlerweile, dass nicht wenige der Covid19-Patienten auch längere gesundheitliche Folgeschäden haben, so der Bundesgesundheitsminister. Bei einigen bessere sich die Lage nach einigen Monaten, bei vielen drohe eine lebenslange Beeinträchtigung. Eine Rehabilitation, die darauf ausgerichtet ist den Weg zurück in einen normalen Alltag möglich zu machen, gehöre genauso dazu wie Forschung für Behandlungen und Therapien, und auch die Zusammenarbeit mit der Rentenversicherung – eben viele verschiedene Bereiche. Auf Ebene der Bundesregierung sei hierfür bereits eine interministerielle Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, an der verschiedene Bundesressorts beteiligt seien. Bei der virtuellen Gesundheitsministerkonferenz habe man sich jetzt darauf geeinigt, in diesen Fragen eng miteinander zusammenzuarbeiten – mit dem Ziel einen gemeinsamen Aktionsplan zu entwickeln, der verschiedene Maßnahmen für Long Covid enthält, auch über die akute Pandemie hinaus.


10. Juni 2021

Wirtschaftlichkeitsprüfung Heilmittel: Post-COVID-19-Syndrom ab 1. Juli besonderer Verordnungsbedarf

Das Post-COVID-19-Syndrom wird bei der Heilmittelversorgung bundesweit als besonderer Verordnungsbedarf anerkannt. Verordnen Ärzte ab 1. Juli Physio- oder Ergotherapie aufgrund von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion, so wird bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung ihr Budget nicht mit den Verordnungskosten belastet. Die Diagnoseliste für den besonderen Verordnungsbedarf wird zum 1. Juli ergänzt. Grund ist der erwartete hohe Versorgungsbedarf an bestimmten Maßnahmen der Physio- und Ergotherapie im Zusammenhang mit einem Post-/Long-COVID-Syndrom. Hierauf hatte insbesondere auch die Deutsche Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin hingewiesen. KBV und GKV-Spitzenverband haben sich darauf verständigt, die Indikation „U09.9 Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet“ in die Diagnoseliste der besonderen Verordnungsbedarfe aufzunehmen.


10. Juni 2021

Baden-Württemberg: Land fördert Erforschung von Corona-Folgeerkrankungen

Das Land Baden-Württemberg wird die gemeinsame Erforschung von Corona-Folgeerkrankungen an den Medizinischen Fakultäten und den vier Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm („Erforschung von Post-Covid-19-Erkrankungen – Charakterisierung eines neuen Krankheitsbildes und Entwicklung einer Grundlage für therapeutische Interventionen“) mit rund 2,3 Millionen Euro fördern. Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen soll ein Beratungs- und Therapieangebot zur interdisziplinären Behandlung aller Patienten mit anhaltenden Post-COVID-19 Beschwerden entwickelt werden. Derzeit gibt es auch bundesweit nur sehr wenige Nachsorge-Ambulanzen, die Patienten nach akuter Erkrankung in den ersten Wellen systematisch nachbetreuen.


10. Juni 2021

Nordrhein-Westfalen: Situation der Patientinnen und Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue Syndrom in NRW

Öffentliche Anhörung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Thematisiert wurden ebenfalls Zusammenhänge und Handlungsbedarf mit Blick auf ME/CFS in Verbindung mit Long COVID.

Video


7. Juni 2021

Deutscher Bundestag: Anhörung im Gesundheitsausschuss vom 7. Juni 2021 zu „Long-Covid Behandlungszentren

Antrag DIE LINKE: Long-COVID als Berufskrankheit anerkennen und die Versorgung Betroffener sicherstellen

Antrag FDP: „Spätfolgen der Corona-Erkrankung ernst nehmen – Long-COVID-Behandlungszentren etablieren

Video und Long COVID Deutschland Stellungnahme


4. Juni 2021

Thüringen: Antrag im Landtag zu „Erforschung von Long-COVID priorisieren: Klinische Daten erheben, Langzeitfolgen analysieren, wirksame Therapien entwickeln und in Regelversorgung implementieren

Initiative zu Forderungen des Landtages an die Landesregierung um die Erforschung von Long-COVID durch Maßnahmen zu unterstützen und eine hochqualifizierte Behandlung der Long-COVID Patientinnen und Patienten innerhalb der Regelversorgung sicherzustellen.


1. Juni 2021

Niedersachen: Antrag im Landtag zu „Rehabilitationsmaßnahmen für Long-COVID-Patientinnen und -Patienten

Die meisten verfügbaren Rehabilitationseinrichtungen sind aufgrund der großen Vielfalt an Long COVID-Symptomen momentan wenig geeignet, eine umfassende Behandlung der Erkrankten zu gewährleisten. Bei zahlreichen Betroffenen ist eine Betreuung durch verschiedenste ärztliche Fachrichtungen, wie beispielsweise Innere Medizin, Neurologie, Kardiologie oder HNO, notwendig. Diese sind jedoch in der Regel nicht alle gemeinschaftlich in einer Reha-Einrichtung vertreten. Die Behandlung wird darüber hinaus dadurch erschwert, dass es wissenschaftlich noch nicht gelungen ist, die Ursache für die gravierenden Langzeitfolgen zu ermitteln. Daher kann momentan nur eine Behandlung der Symptomatik erfolgen, eine kausale Therapie ist nicht möglich. Vor diesem Hintergrund bittet der Landtag die Landesregierung gezielte Maßnahmen umzusetzen.


31. Mai 2021

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Verbundforschung zu Long-Covid-Symptomen – Spätfolgen von Covid-19 entschlüsseln, um Betroffene bestmöglich behandeln zu können

Die mit fünf Millionen Euro ausgestattete Förderrichtlinie „Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zu Spätsymptomen von Covid-19 (Long-Covid)“ richtet sich vorwiegend an interdisziplinäre Forschungsverbünde, die bereits Zugang zu Patientinnen und Patienten, Daten und Proben haben. Wo immer möglich, ist die gezielte Nutzung bereits existierender Datensätze und Materialsammlungen für Forschungsfragen vorzusehen. Von besonderer Bedeutung sind Forschungsprojekte zur ambulanten Versorgung, zur Rehabilitation und Pflege und zur Zusammenarbeit von spezialisierten Long-Covid-Ambulanzen und der hausärztlichen Grundversorgung. Die Einreichung von Förderanträgen ist bis zum 14. Juli 2021 möglich.


4. Mai 2021

Deutscher Bundestag: Anträge von den Fraktionen von FDP und DIE LINKE

Antrag DIE LINKE: Long-COVID als Berufskrankheit anerkennen und die Versorgung Betroffener sicherstellen

Antrag FDP: Spätfolgen der Corona-Erkrankung ernst nehmen – Long-COVID-Behandlungszentren etablieren


13. April 2021

Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wissensstand, Versorgungsangebote und Forschungsbemühungen zu Long-COVID

Auch in Deutschland deuten die Einrichtung von Post-COVID-Ambulanzen und die bundesweiten Gründungen von Selbsthilfegruppen auf vermehrte Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung hin. Es kommt nun nach Ansicht der fragestellenden Fraktion darauf an, das Wissen darüber in Deutschland zu erhöhen und weltweit den Wissensaustausch zu fördern. Aber auch adäquate Versorgungsangebote von Long-COVID-Patientinnen und – Patienten gilt es, verstärkt in den Blick zu nehmen. Die fragestellende Fraktion will deshalb Auskunft darüber erhalten, welche Erkenntnisse der Bundesregierung bereits zu Spät- und Langzeitfolgen von COVID-19-Erkrankungen in Deutschland vorliegen, welche Versorgungsangebote bereits existieren oder in Planung sind und welche weiteren forschungs- und versorgungsrelevanten Bemühungen seitens der Bundesregierung unternommen werden, um Long-COVID zu begegnen und entgegenzuwirken.