Long COVID Deutschland

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Neue Post-/Long COVID-Leitlinie für Betroffene, Angehörige und pflegende Personen seit dem 15. September online: hier klicken
● Medizinische Hintergründe
● Symptome & Beschwerden
● Krankheitsmanagement
● Hinweise zu Therapie & Reha

Bis Ende 2021 könnten in Deutschland bis zu 100.000 Menschen am Post-COVID-19-Fatigue Syndrom erkranken.
Die Ursachen für diese Erkrankung sind bisher nicht ausreichend erforscht. Es gibt daher keine wirksame Therapie, Medikamente oder Rehabilitation. Der Forschung fehlt es weiterhin an zeitnah verfügbaren finanziellen Mitteln.

Aktuelle Beitragsempfehlungen:

Long Covid – Leiden unter Langzeitfolgen
MDR, 16. September 2021

Die Initiative Long COVID Deutschland fordert mehr Forschung und mehr Aufklärung
Deutschlandfunk, 17. August 2021

Long-Covid-Patienten fühlen sich von Politik vernachlässigt
SWR, 10. August 2021

Petition unterschreiben: JETZT – Hilfe bei Long COVID!

COVID-19: Genesen bedeutet nicht immer gesund

Mindestens 10% aller COVID-19-Erkrankten – rund 400.000 Menschen in Deutschland – leiden an diversen anhaltenden oder neu auftretenden gesundheitlichen Beschwerden nach einer SARS-CoV-2-Infektion, die länger als zwölf Wochen anhalten. Auch nach asymptomatischen, milden und moderaten Infektionen werden bei statistisch Genesenen Erkrankungen von u.a. Herz, Niere, Leber, Lunge, Psyche sowie des Nerven- und Immunsystems diagnostiziert. Das Post-COVID-19-Fatigue Syndrom mit einhergehenden neurologischen und immunologischen Symptomen gehört dabei zu den häufigsten Erscheinungen. Betroffene leiden neben postviraler Fatigue und einhergehender Symptomverschlechterung nach körperlicher Beanspruchung (sog. Post-Exertionelle Malaise) vor allem unter Atembeschwerden, neuro-kognitiven Einschränkungen, Schlafstörungen und Schmerzen. Für viele Betroffene hält dieser Zustand bereits seit mehr als zwölf Monaten an.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bei den sog. Post-Acute Sequelae of SARS-CoV-2 (PASC) (auch bekannt als Post-COVID-19-Syndrom oder Long COVID) mindestens sieben oft interagierende Krankheitsmechanismen zu berücksichtigen:
i) Entzündungen/hyperentzündlicher Zustand;
ii) Immundysregulation/Autoimmunität;
iii) Gerinnungsstörungen/Gefäßerkrankungen;
iv) direkte virale Toxizität/virale Beständigkeit/langanhaltende Virusinfektion;
v) autonome Dysfunktion/Störungen des Nervensystems;
vi) hormonelle Veränderungen/Störungen des Stoffwechsels; und
vii) Fehlanpassung des ACE2-Pfades.

Betroffen sind alle Altersgruppen – Kinder und Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen – oftmals unabhängig von der Schwere der Infektion (von asymptomatisch bis schwer) und vorigem Gesundheitszustand.

Long COVID-Betroffene wurden zu Beginn oft weder ambulant noch stationär behandelt und z. T. nicht oder zu spät getestet. Laut einer aktuellen Studie sind 45% der Long COVID-Erkrankten nach über sechs Monaten nicht in der Lage Vollzeit zu arbeiten, 22% sind arbeitsunfähig. Vor allem Berufstätige im Gesundheitswesen und in der Kindererziehung sind davon betroffen.

Mit einer aktuellen Petition wendet sich die Long COVID Deutschland Initiative an Jens Spahn, Anja Karliczek und die Deutsche Bundesregierung. Im August 2020 hat sich die Initiative erstmals mit Forderungen an das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Gesundheit gewandt.

Auf dieser Seite finden Interessierte aktuelle Informationen u.a. zu Medienberichten, Post-COVID-19-Ambulanzen, Rehabilitationskliniken und Sprechstunden, Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen, Leitlinien für Patient:innen und Ärzt:innen sowie online und offline Selbsthilfegruppen.

Für die ehrenamtliche Arbeit der Long COVID Deutschland Initiative freut sich das Team über Ihre Unterstützung durch eine Schenkung.

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